NEUERSCHEINUNGEN

Schweizerische Zeitschrift für Soziologie / Revue suisse de sociologie

Sonderheft Vol. 36, Heft 2

Sozialwissenschaftliche Forschung mit Paneldaten in der Schweiz

Social Science Research with Panel Data in Switzerland

2010, 206 Seiten

ISBN 978-3-03777-103-7

SFr. 43.—/Euro 29.—

Inhaltsverzeichnis

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Monica Budowski und Michael Nollert (Hrsg.)

Soziale Ungleichheiten

Reihe «Differenzen»

2010, 240 Seiten
ISBN 978-3-03777-067-2
SFr. 38.—/Euro 26.—

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Die ungleiche Verteilung von Ressourcen bestimmt in allen Gesellschaften den Zugang von Menschen zu wertgeschätzten Gütern und zu ihren Lebenschancen. In welcher Gesellschaft wir leben möchten, hängt davon ab, welche sozialen Ungleichheiten in welchem Ausmass toleriert werden. Entsprechend divergieren die Ansichten darüber, welche Kriterien bei der Verteilung von Ressourcen und Lebenschancen zu berücksichtigen sind, und welche Rolle der Sozialstaat übernehmen sollte, um die auf Produktions- und Arbeitsmärkten generierten Ungleichheiten zu verringern.
Im vorliegenden Band befassen sich SozialwissenschafterInnen mit Fragen aus drei Bereichen der Ungleichheitsforschung. Die zwei einleitenden theoretischen Beiträge des Buches erweitern und revitalisieren klassische Ansätze der soziologischen Ungleichheitsanalyse. Im Anschluss daran fokussieren vier empirische Studien auf soziale Mobilitätschancen, das Milieukonzept und die Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf die Entwicklung der inner- und zwischenstaatlichen Einkommensverteilung. Vier weitere Beiträge thematisieren die Produktion und Reproduktion von sozialen Ungleichheiten im modernen Sozialstaat, wobei die Wirksamkeit sozialstaatlicher Redistributionsmodelle im Vordergrund steht.


Journal für Psychoanalyse 51

Psychoanalytische Sozialarbeit

2010, 232 Seiten
ISBN 978-3-03777-087-0
SFr. 29.—/Euro 18.90

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In Abgrenzung und Ergänzung zur klassischen Psychoanalyse kommt die Spannbreite unterschiedlicher Behandlungssettings zur Sprache, wie etwa die sozialpädagogische Familienbegleitung, die Betreuung von Flüchtlingen in prekären psychosozialen Situationen oder die Behandlung von Jugendlichen mit schwersten Persönlichkeitsstörungen, die aus jeglichem Rahmen sozialpsychiatrischer Institutionen herausgefallen sind. Im Zentrum der verschiedenen Beiträge steht die Auseinandersetzung, wie in unterschiedlichsten Settings Räume des Denkens, Handelns und Behandelns eröffnet werden können, die ohne die Anwendung psychoanalytischer Konzepte unzugänglich bleiben würden.


Tsantsa 15. Zeitschrift der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft. Revue de la Société Suisse d'Ethnologie
Anthropologie und Journalismus / Anthropologie et journalisme

2010, 172 Seiten
ISBN 978-3-03777-015-3
SFr. 35.—/Euro 24.—

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Das Dossier von Tsantsa 15/2010 beleuchtet das Verhältnis von Anthropologie und Journalismus und geht dabei auf unterschiedliche Fragestellungen zu den nicht immer unproblematischen Beziehungen der zwei Berufsfelder ein. Im Zentrum stehen dabei der Umgang mit massenmedialen Informationen und Einflüssen sowie den Erfahrungen und Möglichkeiten sowohl von Konkurrenz als auch von Kooperation. Artikel des Dossiers erörtern Ähnlichkeiten und Unterschiede im Berufsverständnis und gehen der Frage nach, ob eine stärkere Präsenz und Wirksamkeit der Anthropologie in der Öffentlichkeit wünsch- und machbar sei.

Mit Beiträgen (deutsch, englisch, französisch) von: Boris Boller und Sibylle Bihr, Angela Dressler, Mathilde Bourrier, Sélina Peloso, Brian McKenna, Miriam Grabenheinrich, Géraldine Morel-Baro und Luis Felipe Baro Diaz, Sabine Zurschmitten, Sabine Kradolfer, Hélène Martin und Jérôme Debons, Marco Motta, Claudia Nef Saluz, Martina Santschi, Céline Travési.
Herausgegeben von der Redaktionskommission der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft (SEG-SSE) unter der Leitung von Elke-Nicole Kappus und Séverine Rey


Janine Dahinden und Alexander Bischoff (Hrsg.)

Dolmetschen, Vermitteln, Schlichten - Integration der Diversität?

Reihe «Sozialer Zusammenhalt und kultureller Pluralismus»

2010, 252 Seiten
ISBN 978-3-03777-083-2
SFr. 43.—/Euro 29.—

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Die Einwanderungen und die Integration der Zugewanderten standen in den letzten Jahren auch in der Schweiz häufig im Zentrum der öffentlichen Debatten. In diesem Kontext haben Dolmetschen, interkulturelles Vermitteln und die interkulturelle Mediation hohe Popularität erhalten. Diese Tätigkeiten werden als Lösung für eine Reihe von Kommunikations- und Integrationsproblemen angeboten. Sie sollen zwischen Personen mit Migrationshintergrund und gesellschaftlichen Institutionen Brücken bauen und dadurch zur Integration dieser Bevölkerungsgruppen beitragen. Der vorliegende Sammelband bietet eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen: Zum einen diskutieren die Beiträge anhand von Theorien und empirischen Fallstudien die Fragen der Integration und der sozialen Kohäsion unter der Bedingung von Diversität, zum anderen finden sich eingestreut «Stimmen aus der Praxis».


Martina Kamm, Bettina Spoerri, Daniel Rothenbühler, Gianni D'Amato

Diskurse in die Weite

Kosmopolitische Räume in den Literaturen der Schweiz

Reihe «Sozialer Zusammenhalt und kultureller Pluralismus»

2010, 204 Seiten
ISBN 978-3-03777-081-8
SFr. 32.—/Euro 21.50

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Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Autoren mit Migrationshintergrund in der Schweiz? Und inwiefern spielt die biografische Migrationserfahrung in das literarische Schaffen hinein? Diese Fragen stellten wir 16 Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die in der Schweiz leben und ihre Texte auf Deutsch oder Französisch verfassen. Befragt wurden sie im Rahmen des Forschungsprojekts «Generationen im Wandel», welches das zeitgenössische Schaffen von Autoren mit Migrationshintergrund in der Schweiz aus sozial- und literaturwissenschaftlicher Sicht untersuchte.

Die Autoren sehen durchaus, dass ihre Migrationsgeschichte Spuren im Text hinterlässt. Innocent Naki, der sein Schreiben am stärksten in der Migration verankert, betont, er brauche das Fremdsein nicht schreibend zu kultivieren, «parce que de toute façon il s'impose». Die Autorin Christina Viragh wehrt sich aber dagegen, «dass man überall Etiketten aufzukleben versucht», und ihr Kollege Catalin Dorian Florescu beklagt, dass sein Roman «Blinder Masseur» nur im Hinblick auf die Themen der Migration rezipiert werde. Stattdessen möchten die Befragten an der literarischen Qualität ihrer Texte gemessen werden.

Kategorien wie «Migrationsliteratur» oder «Migrationsautor», so ein wichtiges Fazit, haben weitgehend ausgedient. Wenn es um die wissenschaftliche Beschreibung und Analyse der literarischen Texte dieser Autoren geht, greift die kausale Rückführung auf die Migration zu kurz. Vielmehr spielt die Migrationserfahrung für das literarische Schaffen insofern eine Rolle, als sie die Universalität einer Literatur mit begründet, die heute fester Bestandteil der Schweizer Kultur geworden ist und kosmopolitische Züge trägt.


Yvonne Riaño, Janine Dahinden

Zwangsheirat: Hintergründe, Massnahmen, lokale und transnationale Dynamiken

2010, 164 Seiten
ISBN 978-3-03777-091-7
SFr. 28.—/Euro 18.50

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:

http://www.stadt-zuerich.ch/content/prd/de/index/gleichstellung/themen/migration/zwangsheirat.html

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Vor dem Hintergrund globaler sozialer Transformationen, erhöhter Mobilität und einer verstärkten Transnationalisierung von sozialen Realitäten tauchen immer wieder neue Phänomene auf, die die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen herausfordern. Für diese neuartigen Themen fehlt zu Beginn oft wissenschaftlich fundiertes Wissen, das die Implementierung von konkreten und realistischen Massnahmen erlauben würde. Zwangsheirat ist eines dieser Phänomene, das in verschiedenen europäischen Ländern in letzter Zeit ins politische Kreuzfeuer geriet und für das wir bisher quasi kein gesichertes empirisches Wissen zur Hand haben. Die vorliegende Studie arbeitet diese Forschungslücke auf und schafft auf Sachwissen beruhende Grundlagen: Anhand von ExpertInneninterviews mit Fachpersonen werden die Prozesse und Gründe aufgezeigt, die in eine Vielfalt von unterschiedlichen Zwangssituationen im Zusammenhang mit Partnerwahl und Ehe münden können.
Die im Auftrag der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich durchgeführte Studie zeigt, dass der Begriff der Zwangsheirat zwei Momente beinhaltet, die unterschiedliche Problem und Zwangslagen hervorbringen: Zwangsverheiratung resp. Zwangsehe. Zwangsheirat kann als Ergebnis vielschichtiger Handlungsstrategien verstanden werden, die in lokale, nationale und transnational bedingte Dynamiken eingebettet sind.


 

Franziska Bitter Bättig, Albert Tanner (Hrsg.)
Sprachen lernen - Lernen durch Sprache

2010, 348 Seiten
ISBN 978-3-03777-080-1
SFr. 48.—/Euro 32.—

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Kommunikative Kompetenzen in mehreren Sprachen sind in unserer globalisierten Welt mit ihren Chancen und Zwängen zur Mobilität nötiger denn je. Die Vielfalt der Sprachen, die Forderung nach Mehrsprachigkeit jedes Individuums stellt die (Hoch-)Schule vor neue Aufgaben. Sie soll Lernende befähigen, in kommunikativen Situationen angemessen sprachlich zu handeln und sie mit Strategien zum Sprachenlernen so weit vertraut machen, dass sie ihren Weg als Sprachenlernende erfolgreich weitergehen können.

Diese Anforderungen verlangen nach einer umfassenden Erneuerung des sprachlichen Unterrichts in der Schule. So richtet die Fremdsprachendidaktik ihr Augenmerk vermehrt auf die Lernenden, ihre Motivation und ihren Zugang zur Sprache. In neuen Formen des Sprachunterrichts erfahren mehrsprachige Schülerinnen und Schüler durch den Einbezug ihrer Herkunftssprachen und das Nachdenken über die Verknüpfung von Sprache und Kultur eine stärkere Anerkennung. Differenzierte sprachliche Fähigkeiten sind Voraussetzung, um auch in anderen Fächern gute Leistungen zu erzielen.

Zweiundzwanzig namhafte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland äussern sich in den Themenbereichen «Sprache(n) lernen», «Sprache und Lernen», «Mehrsprachigkeit» und «Sprache und Gesellschaft». Unter anderen sind dies: Raphael Berthele, Stéphane Borel, Andrea Ender, Annelies Häcki Buhofer, Karin Landert Born, Heinrich Löffl er, Georges Lüdi, Romano Müller, Anton Näf, Daniel Stotz, Alfons Welling und Werner Wiater.


Alexander Salvisberg

Soft Skills auf dem Arbeitsmarkt: Bedeutung und Wandel

2010, 252 Seiten
ISBN 978-3-03777-082-5
SFr. 48.—/Euro 32.—

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Flexibel, kreativ, teamfähig und einsatzfreudig: Stelleninserate offenbaren die immense Bedeutung, welche Soft Skills in der Arbeitswelt erlangt haben. Aber auch in Lehrplänen - vom Kindergarten bis zur Universität - nehmen methodische, soziale und motivationale Kompetenzen immer mehr Platz ein. Allerdings fehlt - jenseits schillernder Schlagworte - bislang eine systematische, empirisch fundierte Untersuchung über Bedeutung und Bedeutungswandel dieser kaum durch Bildungsabschlüsse zertifizierten Fähigkeiten. Diese Lücke will die vorliegende Studie schliessen.

Vor dem Hintergrund eines breiten theoretischen Bezugsrahmens wird gezeigt, wie wichtig die einzelnen Soft Skills sind und welche Rolle sie für die verschiedenen Arbeitnehmer spielen, wie sich die Nachfrage nach Soft Skills langfristig verändert und auf welchen Ursachen dieser Wandel gründet.

Die empirische Grundlage der Studie bilden 40'000 Stelleninserate aus den Jahren 1950 bis 2006. Die statistische Analyse macht deutlich, wie viel anspruchsvoller und komplexer die Anforderungsprofile über die letzten 50 Jahre geworden sind, verweist aber auch auf Widersprüche in den Idealvorstellungen der Inserenten. Die aus dem Befund einer anhaltenden Dynamik folgenden Anregungen zielen auf eine Aufwertung von Soft Skills in der Arbeitsmarkt- und Ungleichheitsforschung, aber auch in der Bildungspraxis: Arbeitsmarktvermittelte Ungleichheit lässt sich im 21. Jahrhundert weniger denn je ausschliesslich an Schulnoten und Fachwissen festmachen.


Schweizerische Zeitschrift für Soziologie / Revue suisse de sociologie

Sonderheft Vol. 35, Heft 2

Kumulative und kompensatorische Effekte im Lebenslauf

Cumulative and Compensatory Effects over the Life Course

2009, 252 Seiten

ISBN 978-3-03777-089-4

SFr. 43.—/Euro 29.—

Inhaltsverzeichnis

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Ruedi Epple, Eva Schär

Stifter, Städte, Staaten

2010, 316 Seiten

ISBN 978-3-03777-088-7

SFr. 38.—/Euro 26.—

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Die langfristige Entwicklung von Armut und Unterstützung in der Schweiz wird anhand von fünf Querschnitten dargestellt. Die Schnitte sind so gelegt, dass sie die historischen Hintergründe der Armut und die wichtigsten Entwicklungen bei der Unterstützung vom Mittelalter bis an die Wende zum 20. Jahrhundert hervortreten lassen.

Neben der Hilfe von Stiftern, Städten und Staaten schenkt die Darstellung den individuellen und kollektiven Überlebensstrategien sowie der Unterstützung durch Gemeinden und Nachbarschaften besondere Beachtung. Ergänzend finden sich zu jedem Zeitabschnitt Quellentexte, welche das Dargestellte illustrieren und vertiefen.

Die fünf Querschnitte bieten zahlreiche Möglichkeiten, zwischen der Geschichte und aktuellen Themen im Umfeld von Armut und Unterstützung Bezüge herzustellen. So sind die Ähnlichkeiten frappant, die sich beispielsweise zwischen der gegenwärtigen «Missbrauchsdiskussion» und entsprechenden Auseinandersetzungen im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zeigen. Oder die aktuellen Vorschläge für ein «garantiertes Grundeinkommen» lassen sich mit dem «garantierten Grundeinkommen in Naturalform» in Beziehung setzen, das die Gemeinden in der Form des «gemeinen Nutzens» sicherstellten.


Gisela Hauss, Béatrice Ziegler (Hrsg.)

Helfen, Erziehen, Verwalten

Beiträge zur Geschichte der Sozialen Arbeit in St.Gallen

2010, 244 Seiten
ISBN 978-3-03777-078-8
SFr. 48.—/Euro 32.—

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Das Leben von Kindern, Männern und Frauen in der Stickerei- und Textilstadt St.Gallen vor rund 100 Jahren war von wirtschaftlichen Krisen und sozialen Unruhen geprägt. Not und Armut während und zwischen den Weltkriegen erforderten eine neue Organisation der städtischen und ehrenamtlichen Fürsorge. In dieser Situation forcierte man die Zusammenarbeit städtischer Armenhilfe und Jugendfürsorge mit ehrenamtlich oder nebenberuflich getragenen Institutionen. Kirchen, Vereine, Frauenverbände oder Jugendschutzkommissionen waren Teil eines weit ausgespannten Fürsorgenetzes. Die liberal-konservativ geprägte Stadt nahm den Ausbau innerhalb der kommunalen Verwaltung nur langsam vor. Diejenigen, die auf Fürsorge angewiesen waren, bewegten sich damit in einem wenig transparenten Feld, in dem sie Hilfsangebote unterstützend aber auch disziplinierend erlebten.
Das sankt-gallische Fürsorgenetz ist in den letzten Jahren Gegenstand intensiver historischer Forschung gewesen. Das Buch beleuchtet Ergebnisse mit der Frage nach dem Spannungsfeld zwischen Integration und Ausschluss, in dem sich die Fürsorge damals wie heute bewegt. Es vermittelt damit weiterführende Einsichten in die vielschichtige Berufs- und Professionsgeschichte der Sozialen Arbeit in der Schweiz. Aktuelle Überlegungen von Politikerinnen und Politikern sowie von Fachleuten des Sozialwesens St.Gallen ergänzen die historischen Beiträge.


Peter R. Werder

Utopien der Gegenwart

Zwischen Tradition, Fokussierung und Virtualität

2009, 236 Seiten
ISBN 978-3-03777-077-1
SFr. 38.—/Euro 26.—

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Ist die Utopie tot? Oder ist Utopie zeitlos? Was kann, wenn die Utopie weiter lebt, Utopie in der heutigen Zeit bedeuten?
Im ersten Teil des Buches schafft Peter R. Werder mit einem Überblick über die problemgeschichtliche Entwicklung des Utopiebegriffs seit dem 16. Jahrhundert die Grundlage, um solche Fragen anzugehen. Den Fokus legt er dabei auf die Rolle der Utopien im 20. und 21. Jahrhundert. Der Autor geht auf die Utopiegeschichten sowie die Theorie der Utopie ein und grenzt diese gegen den Begriff «Schlaraffenland» aber auch gegen verschieden Begriffe, die oft als Utopien bezeichnet werden, ab.
Im zweiten Teil wird die Analyse der Gegenwart vorgenommen: Der These von Marcuse, die Utopie sei heute tot, wird widersprochen. Dies ist mit Beispielen verdeutlicht, wie etwa die fokussierenden Entwürfe (Ökologie, Feminismus, Architektur) oder die Entwürfe des Raumes (Cyberspace, zum Beispiel Second Life). Etwas genauer erläutert wird die Utopie «bolo bolo» vom Schweizer Autor P.M., die als eine der wenigen Werke der Gegenwart auf traditionelle Art inhaltlich neue Ansätze liefert.
Im dritten Teil wird die gängige Utopiedefinition aufgebrochen. Die Grundüberlegung: Die eigentliche Utopie ist ausserhalb des kapitalistischen Systems zu finden, da die Alternative innerhalb dieses Systems das System nur stärkt und nicht ein anderes neues hervorbringt. Es stellt sich die Frage, ob das Ziel des widerspruchsfreien Handelns als Utopie formuliert werden müsste, da bei so kurzen Halbwertszeiten von Wissen und der praktisch absoluten Informationstransparenz der Gegenwart der Widerspruch im Alltag ebenso transparent ist.


Stefan Kutzner, Michael Nollert, Jean-Michel Bonvin (Hrsg.)

Armut trotz Arbeit

Die neue Arbeitswelt als Herausforderung für die Sozialpolitik

Reihe «Schriften zur Sozialen Frage», Band 4
2009, 200 Seiten
ISBN 978-3-03777-085-6
SFr. 38.—/Euro 26.—

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Seit den 1990er-Jahren reicht das erzielte Einkommen selbst in der Schweiz für viele Erwerbstätige nicht mehr aus, um sich einen Lebensstandard zu finanzieren, der mehr bietet als die blosse Sicherung der Existenz. Zudem besteht in naher Zukunft für viele Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen kaum Aussicht auf einen Arbeitsplatz in den gut bezahlten Segmenten des Erwerbssystems. In der neuen, wieder unsicher gewordenen Arbeitswelt, bietet ein Erwerbseinkommen keinen Schutz mehr gegen Armut. Dass die Vollbeschäftigung aller Erwerbspersonen nicht mehr die Beseitigung des Armutsproblems garantiert, bildet daher eine zentrale Problemstellung für den modernen Sozialstaat.

Die Beiträge von ArmutsforscherInnen und SozialpolitikexpertInnen in diesem Band befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Armut, des strukturellen Wandels im Erwerbsbereich und der sozialpolitischen Armutsbekämpfung. So wird die Vielschichtigkeit und Komplexität der neuen Arbeitswelt deutlich ebenso wie die Notwendigkeit, neue Wege in der Armutsbekämpfung zu beschreiten.


Schweizerisches Rotes Kreuz (Hrsg.)

Gesundheitskompetenz

Zwischen Anspruch und Umsetzung

Reihe «Gesundheit und Integration - Beiträge aus Theorie und Praxis»
2009, 248 Seiten
ISBN 978-3-03777-086-3
SFr. 38.—/Euro 26.—

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«Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken» (Bundesamt für Gesundheit). Aber wie kann die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen und Migranten gestärkt werden, von Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen, von Frauen auf dem Drogenstrich oder von alten Menschen?

Der vorliegende Sammelband beleuchtet das Konzept Gesundheitskompetenz aus theoretischer und empirischer Sicht und stellt praktische Erfahrungen damit vor. Er macht die Vielfalt an Möglichkeiten sichtbar, die sich durch gezielte Förderung der Gesundheitskompetenz ergeben, zeigt aber auch die Notwendigkeit auf, in der Praxis auf unterschiedlich ausgeprägte Gesundheitskompetenz Rücksicht zu nehmen.

Das Schweizerische Rote Kreuz greift mit dieser Fachpublikation ein aktuelles und zunehmend relevantes Thema auf, das von den beteiligten Autorinnen und Autoren aus ihrer je eigenen, unterschiedlichen Perspektive behandelt wird.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) engagiert sich seit vielen Jahren in der Grundlagen- und Projektarbeit in den Bereichen Gesundheit und Integration. Mit regelmässig erscheinenden Publikationen will das SRK in diesen gesellschaftlich relevanten Bereichen einen Beitrag zur aktuellen Diskussion leisten und Fachpersonen verschiedener Disziplinen aus Theorie und Praxis ansprechen. Der vorliegende Sammelband «Gesundheitskompetenz - zwischen Anspruch und Umsetzung » bildet die fünfte Publikation der Reihe.


Hans-Ulrich Grunder (Hrsg.)

Dynamiken von Integration und Ausschluss in der Schweiz

2009, 260 Seiten
ISBN 978-3-03777-076-4
SFr. 38.—/Euro 26.—

Die Beiträge der Forschenden und der Gastautorinnen und -autoren sind in der Originalsprache mit einer Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache (D oder F) publiziert.

Publikation des Nationalen Forschungsprogramms «Integration und Ausschluss» (NFP 51)

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Wer gehört zur Gesellschaft? Wer gehört nicht dazu? Was bedeutet es, nicht einer Gesellschaft oder einer ihrer Gruppen anzugehören? Wer besitzt die Macht oder das Recht, dies zu bestimmen - und heisst nicht-integriert sein zugleich ausgeschlossen sein?
In diesem Buch steht das Verhältnis von «Innen und Aussen», von «Mehrheit und Minderheit», «Zwang und Freiheit», «Übergang und Stillstand», «Gesundheit und Krankheit», von «Sesshaften und Fahrenden» sowie von «Konformität und Devianz» zur Debatte. Die Autorinnen und Autoren stellen die Resultate des Nationalen Forschungsprogramms 51 (NFP 51) «Integration und Ausschluss» in einen breiten Kontext. Ihre Fragen reichen weit: Sind Eingliederung, Eingefügtwerden, Integration unerlässlich für das Funktionieren eines Gemeinwesens? Wo ist die Grenze erreicht, deren Überschreiten eine Gesellschaft sprengt oder zumindest an ihren Rändern abbröckeln lässt? Wieviel Ausschluss kann sich eine Gesellschaft leisten, wieviel Integration verträgt sie?


Anja Jossen, Janis Roth, Anja Sauser

Bewegungsgruppentherapie für psychisch kranke Migrantinnen

Konzeptuelle Überlegungen, theoretische Grundlagen, Evaluation und konkrete Umsetzungshilfen

2009, 76 Seiten
ISBN 978-3-03777-069-6
SFr. 33.—/Euro 22.—

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Die Tatsache, dass sich MigrantInnen sprachlich oft nur mit Hilfe von ÜbersetzerInnen verständigen können, und dass diese Menschen im Aufnahmeland oft entwurzelt unter ihren jeweiligen psychischen Problemen leiden, stellt eine besondere Herausforderung für die psychotherapeutische Behandlung dar. Da bei MigrantInnen mit erheblichen psychischen Problemen die mit Einzelgesprächen erzielten Behandlungserfolge oft begrenzt sind, müssen neue, kreative Behandlungskonzepte angewandt werden. Eine Erfolg versprechende Möglichkeit bietet sich durch den Einbezug des Körpers in die Psychotherapie.
Dieses Handbuch beschreibt die Umsetzung einer bewegungstherapeutischen Gruppentherapie für MigrantInnen mit erheblichen psychischen Problemen. Es stellt Konzepte und Grundlagen dieser Bewegungstherapie vor und beschreibt eingehend die Praxis: die zur Durchführung notwendigen Rahmenbedingungen sowie die Übungen, die mit zahlreichen Skizzen illustriert sind. Schliesslich wird die vorgeschlagene Bewegungstherapie einer Evaluation unterzogen und der therapeutische Effekt herausgearbeitet. In den beiden abschliessenden Kapiteln folgen Fallbeispiele und die positiven Erfahrungen, die die Autorinnen mit den Gruppen gemacht haben sowie eine kritische Diskussion, die auch Grenzen der Therapie aufzeigt.


Martin Schmid, Marco Storni

Jugendliche im Dunkelfeld rechtsextremer Gewalt

Viktimisierungsprozesse und Bewältigungsstrategien

2009, 376 Seiten
ISBN 978-3-03777-071-9
SFr. 58.—/Euro 38.50

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Die wissenschaftliche Forschung zu rechtsextremer Gewalt hat sich bislang auf jugendliche Täter konzentriert und analysiert aus psychologischer, soziologischer und biographischer Sicht die Hintergründe für die Genese rechtsextremen Gewaltpotentials. Die Opfer wurden hingegen noch kaum in den Fokus genommen. Im öffentlichen Bewusstsein tauchen sie ebenfalls nur sehr selten auf. Lediglich Schicksale von Betroffenen mit bleibenden physischen Schäden werden von den Medien aufgegriffen und erregen Anteilnahme in der Öffentlichkeit. Welche Opferschäden rechtsextreme Gewalt sonst noch bewirkt, wie die Verletzungen verarbeitet werden und wie oft solche Übergriffe überhaupt vorkommen - darüber gibt es bis anhin noch zu wenig Informationen. Diese Lücke soll mit der vorliegenden Publikation geschlossen werden. Dabei geht es um eine umfassende Analyse des Opfers, die vom eigentlichen rechtsextremen Übergriff bis hin zur Verarbeitung der erlittenen Tat reicht.


Journal für Psychoanalyse 50

Psychoanalytische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

2009, 185 Seiten
ISBN 978-3-03777-087-0
SFr. 29.—/Euro 18.90

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Im vorliegenden Heft werden die Besonderheiten der psychoanalytischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen reflektiert. Kinder suchen nie auf eigenen Wunsch eine Behandlung auf, Jugendliche selten. Sie werden gebracht von Eltern oder anderen Dritten, die aus eigener Motivation, Not oder unter Druck (von Schulen oder Behörden) handeln. Vereinfachend lässt sich formulieren: die analytische Arbeit mit Kindern geht nur so weit, wie Eltern dies zulassen können. Kinderanalyse und Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen ist immer eine Arbeit in einem hoch komplexen Umfeld mit einer besonderen Dynamik zwischen innerer und äusserer Welt. Maria Teresa Diez, Anita Garstick, Daniel Bischof, Egon Garstick und Jürgen Grieser, fünf Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker des Psychoanalytischen Seminars Zürich (PSZ) sind die Hauptautoren des vorliegenden Heftes. Sie legen dar, wie unter verschiedenen theoretischen Aspekten, die alle dem psychoanalytischen Verständnis zuzuordnen sind, in der kinder- und jugendanalytischen Praxis gearbeitet wird. Dabei liegt ihnen daran zu verdeutlichen, dass die Umsetzung des analytischen Denkens in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in äusserst vielfältiger Form stattfindet sowie den für KinderanalytikerInnen so vertrauten Gedanken zu veranschaulichen, dass Psychoanalyse im Kern als Entwicklungsprozess zu verstehen ist. Anhand kleinerer oder ausführlicherer Auszüge aus Behandlungsverläufen reflektieren ihre Abhandlungen psychoanalytische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und veranschaulichen ein mögliches theoretisches Verstehen davon.


Esteban Piñeiro, Isabelle Bopp, Georg Kreis (Hrsg.)
Fördern und Fordern im Fokus

Leerstellen des schweizerischen Integrationsdiskurses
2009, 264 Seiten
ISBN 978-3-03777-070-2
SFr. 43.—/Euro 29.—

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In den späten neunziger Jahren avanciert das Leitkonzept Integration zu einer mächtigen migrationspolitischen Idee. Seither markiert die paradigmatische Formel «Fördern und Fordern» die Bedeutungshoheit und den Kurs der Integrationspolitik. Mit der Nobilitierung der neuen idée directrice findet die Schweiz jenseits des bipolaren Links- und Rechtsschemas zu einer neuen konsensfähigen Mitte. Diese Neukonzeption auf der Achse «Fördern und Fordern» löst jedoch nur vordergründig die bisherigen Migrationsregime der Ausgrenzung, Integrationsverhinderung und Assimilationsforderung ab. Vielmehr konturiert der magische Leitsatz «Fördern und Fordern» ein diffuses, weit in den Alltag reichendes Aktionsfeld. Statt den repressiven Raum zu definieren und die auf echter Freiwilligkeit basierenden Förderelemente deutlich davon abzugrenzen, entsteht ein undefinierter politischer Zwischenraum, der Offenheit und Toleranz einerseits, Ausgrenzung und Repression andererseits miteinander vermengt. Das offene Spiel mit Ermessenskriterien und weitschweifigen Integrationsbegriffen führt letztlich dazu, dass die ausländische Bevölkerung schwer kalkulierbaren und entsprechend verunsichernden Erwartungen ausgesetzt wird.
Dieser Sammelband bietet eine vielschichtige Analyse, die drei Zentralperspektiven berücksichtigt: erstens die politischhistorischen Entwicklungslinien, die zur gegenwärtigen Gestaltung der Ausländerpolitik führten, zweitens alternative theoretische Lesearten des Prinzips «Fördern und Fordern» und drittens schliesslich die damit zusammenhängenden lebensweltlichen Spannungsfelder. Die Beiträge stammen von Hans-Rudolf Wicker, Georg Kreis, Simone Prodolliet, Lucie von Büren und Judith Wyttenbach, Roberto Lopez, Jane Haller und Esteban Piñeiro, Inés Mateos, Alicia Gamboa, Zeynep Yerdelen, Isabelle Bopp, Eva Tov und Thomas Huonker.


Schweizerische Zeitschrift für Soziologie / Revue suisse de sociologie
Sonderheft Vol. 35, Heft 1
Wie Kriege die Soziologie herausfordern

2009, 180 Seiten
ISBN 978-3-03777-079-5
SFr. 42.—/Euro 28.—

Inhaltsverzeichnis

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Christoph Maeder, Ueli Mäder, Sarah Schilliger (Hrsg.)
Krieg

2009, 228 Seiten
ISBN 978-3-03777-065-8
SFr. 42.—/Euro 28.—

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Das Thema «Krieg» ist ebenso aktuell wie beständig. Aktuell, weil auch heute weltweit der Krieg in allen Formen Menschen und Gesellschaften bedroht. Beständig, weil sich die Geschichte auch als eine endlose Abfolge von Kriegen lesen lässt. Aber trotz Aktualität und Beständigkeit hat sich die Soziologie insbesondere in der Schweiz noch vergleichsweise wenig mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ausgehend von theoretischen Ordnungsbestimmungen des Krieges, mit Fall- und Länderstudien und der Frage nach dem Zusammenhang von Krieg und Vergemeinschaftung, leistet dieser Band einen Beitrag zur Schliessung dieser Lücke. Das Buch geht zurück auf den 2007 in Basel abgehaltenen Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie, an dem sich Soziologinnen und Soziologen sowie Sachverständige aus verwandten Disziplinen mit dem Phänomen des Krieges beschäftigt haben. Die Beiträge in diesem Buch stammen von Bernard Degen, Jürgen Endress, Josef Estermann, Johan Galtung, Kurt Imhof, Katharina Inhetveen, Michael Kutzner, Peter-Ulrich Merz-Benz, Michael Nollert, Anja Sieber, Katharina Thurnheer und Jens Warburg.


Brigitte Liebig, Monique Dupuis, Thanh-Huyen Ballmer-Cao, Andrea Maihofer (Hrsg.)
Gender Studies in Ausbildung und Arbeitswelt

Das Beispiel Schweiz
2009, 280 Seiten
ISBN 978-3-03777-066-5
SFr. 49.—/Euro 33.—

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Die Integration einer gender-sensiblen Perspektive in Bildung und Forschung gilt heute als unverzichtbar für die Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Was aber können Gender Studies für die Gesellschaft leisten? Welche Qualifikationen und beruflichen Perspektiven vermitteln sie und inwieweit wird Gender Wissen auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt? Fragen wie diese bilden den Ausgangspunkt einer eingehenden Betrachtung von Gender Studies in der Schweiz.
Die Beiträge schildern die Herausforderungen, die sich der jungen Disziplin im Schnittfeld der Ansprüche und Rationalitäten von Bildung und Arbeitsmarkt stellen. Sie verweisen auf die wissenschafts- und hochschulpolitische Relevanz, auf die Potentiale und den Nutzen, den Gender Studies für Frauen und Männer, für berufliches Handeln und gesellschaftliche Entwicklungen besitzen. Dabei hält das Buch auch zahlreiche Hinweise bereit, wie das Profil der wissenschaftlichen Ausbildung im Fachgebiet Gender Studies im Dialog mit der Arbeitswelt geschärft werden kann.


Wolfgang Fritz Haug, Nadine Hostettler, Tobias Kaestli, Oskar Negt, Hans Nyffeler, Corrado Pardini

Gewerkschaft zwischen Anspruch und Alltag

Wie sich die Unia Biel-Seeland für Arbeit in Würde einsetzt

2009, 184 Seiten

ISBN 978-3-03777-075-7

SFr. 38.—/Euro 26.—

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Braucht es Gewerkschaften?
Ja, finden Corrado Pardini und Hans Nyffeler, Sekretär und Präsident der Gewerkschaftssektion Unia Biel-Seeland. In jahrelanger gemeinsamer Arbeit treiben sie den Gewerkschaftsaufbau voran. Sie organisieren historische Streiks wie denjenigen beim Küchengerätehersteller Zyliss, handeln den ersten Mindestlohn in der Uhrenindustrie aus, bringen die Gemeinde Biel davon ab, die Energieversorgung zu privatisieren. Sie setzen auf Bildung, Emanzipation und Ermächtigung der Mitglieder und laden ihre Gewerkschaftsangestellten regelmässig zu Gesprächen mit Philosophen.
Heute ziehen sie Bilanz: Gewerkschaften sind notweniger denn je. Sie werden in den Auseinandersetzungen der kommenden Jahre eine zentrale Rolle spielen.

Das Buch ist unter dem Titel Le syndicalisme à l’heure des défis et au quotidien auch in französischer Sprache erhältlich.


François Höpflinger

Einblicke und Ausblicke zum Wohnen im Alter

Age Report 2009
2009, 296 Seiten

ISBN 978-3-03777-073-3

SFr. 38.—/Euro 26.—

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Ältere Menschen wohnen heute vielfältig, und ihre Wohnwünsche sind individuell. Die einen Menschen möchten so lange als möglich in ihrer angestammten Wohnung verbleiben. Andere Frauen und Männer wechseln vor oder nach der Pensionierung gezielt ihre Wohnform und ihren Wohnort.
In diesem Buch werden zum einen Wohnsituation, Wohnwünsche und Wohnperspektiven von 60-jährigen und älteren Frauen und Männern dargelegt, basierend auf der Wohnumfrage 2008 der Age Stiftung. Zum anderen werden Vor- und Nachteile unterschiedlicher Wohnformen - für verschiedene Phasen des Alters - angeführt und diskutiert. Reportagen und zahlreiche Fotos von Menschen, die in ihrer zweiten Lebenshälfte einen Wohnaufbruch wagten, illustrieren die Vielfältigkeit der Wohnlandschaft im Alter.


Christian Suter, Silvia Perrenoud, René Levy, Ursina Kuhn, Dominique Joye, Pascale Gazareth (Hrsg.)

Sozialbericht 2008 (inkl. CD)

Die Schweiz vermessen und verglichen
2009, 340 Seiten

ISBN 978-3-03777-064-1

SFr. 42.—/Euro 28.—

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Der Sozialbericht 2008 gibt anhand von systematisch gesammelten Daten und Indikatoren Auskunft über die aktuelle Lage und die wesentlichen Entwicklungstendenzen in der Schweizer Gesellschaft: Welche Ungleichheiten prägen die Schweizer Gesellschaft - z.B. im Bildungssystem? Wie hat sich das kulturelle Gesicht der Schweiz verändert - z.B. hinsichtlich Mehrsprachigkeit? Wie steht es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Schweiz - etwa beim freiwilligen Engagement? Inwiefern hat sich das politische Leben in der Schweiz polarisiert und politisiert? Wie ist das Verhältnis zwischen Umwelt und Gesellschaft und wie hat sich das Umweltbewusstsein und das Umwelthandeln in den letzten Jahren verändert? Die wirtschaftliche, soziale, kulturelle, politische und ökologische Situation in der Schweiz wird dabei verglichen mit der Lage in anderen ausgewählten Ländern: Deutschland, Frankreich, Schweden, Spanien, England und den USA. Der vorliegende Band enthält neben 75 ausgewählten Indikatoren Vertiefungsbeiträge zu den Themen Bildungsungleichheit, Vielsprachigkeit, Freiwilligentätigkeit, politische Polarisierung sowie Umweltbewusstsein und Umwelthandeln.

Der Sozialbericht 2008 ist eine Folgepublikation der früheren Ausgaben von 2000 und 2004, deren Daten und Grafiken vollständig überarbeitet, aktualisiert und durch neue Indikatoren ergänzt wurden. Alle Daten sind grafisch dargestellt und in elektronischer Form auf CD-ROM verfügbar. Die fünf Vertiefungsbeiträge sowie sämtliche Kurzkommentare zu den Indikatoren wurden vollständig neu verfasst.

Der Sozialbericht 2008 ist unter dem Titel Rapport social 2008 bzw. Swiss Social Report 2008 auch in französischer und englischer Sprache erhältlich.

Details und aktuelle Informationen zum Sozialbericht: www.sozialbericht.ch.


Order english edition Swiss Social Report 2008. Switzerland Measured and Compared (incl. CD for free)
SFr. 32.—/Euro 21.50 (Indicators and Summaries)


Martin Albert Graf, Erich Otto Graf

Schulreform als Wiederholungszwang

Zur Analyse der Bildungsinstitution
2008, 228 Seiten

ISBN 978-3-03777-061-0

SFr. 42.—/Euro 28.—

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Seit zwei Jahrzehnten erscheint das Bildungssystem als ein Renovationsprojekt, dem es an Übersicht ebenso fehlt wie an innerer Koordination oder Kohärenz. Der Begriff der Reform wird dort, wo die beabsichtigte Form unlesbar bleibt strapaziert. Die in den einzelnen Kapiteln diskutierten Themen bereiche sollen die Beurteilung dessen erlauben, was sich in falscher Unschuld hinter dem Begriff «Reform» versteckt. Das Buch verwendet soziologische Grundlagen, die zentrale Aspekte des Bildungssystems, insbesondere der Schule, in Erinnerung rufen. Damit werden grundlegende Funktionszusammenhänge erläutert. Probleme, Widerstände und Reformbemühungen können so verstanden werden und sind im gesamtgesellschaftlichen Kontext wieder politisch deutbar. Fragen der Gesellschaft, der Bildung, der sozialen Ungleichheit, der Legitimation werden in diesem Buch ebenso auf die Strukturen des Bildungssystems bezogen wie soziale Probleme, Expansionslogiken und die Absorption gesellschaftlicher Spannungen durch das Erzeugen von Spannungen innerhalb des Bildungssystems.

Das Buch richtet sich an alle Personen aus Bildungssoziologie, Bildungsplanung, Politik, sowie Lehrpersonen aller Stufen, Schulleitungen und der Schulsozialarbeit, die sich für das Bildungssystem, insbesondere für die Schule interessieren. Für Nicht-SoziologInnen führt es kurz in die wichtigsten soziologischen Konzepte ein, um dann bildungs- und schulsoziologische, wie gesellschaftstheoretische Perspektiven oder Modelle auf einzelne Ausschnitte anzuwenden.


Vera Saller, Mirna Würgler, Regula Weiss (Hrsg.)

Neue psychiatrische Diagnosen im Spiegel sozialer Veränderungen
New Psychiatric Diagnoses as Reflection of Social Change

2008, 160 Seiten

ISBN 978-3-03777-055-9

SFr. 38.—/Euro 26.—

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Die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte wirken sich auf die Krankheitskonzepte in der Bevölkerung und im professionellen Sektor aus und bilden sich auch in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxis und Theorie ab. Neue psychiatrische Diagnosen und Krankheitskonzepte werden in der Öffentlichkeit thematisiert und bereits ins Krankheitsverhalten integriert, während in Fachkreisen vorerst klinische Hypothesen formuliert und kontrovers diskutiert werden. Beispiele dazu sind die posttraumatische Belastungsstörung, das ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom) und die vielfältigen Spezifizierungen der Angst- und Zwangsstörungen sowie die psychosomatischen Syndrome. Der einfache Zugang zu Fachwissen im Informationszeitalter verändert das Gesundheitsverhalten und die Hilfesuche und schafft neue Widersprüche zwischen Laien- und Fachperspektive. In diesem Buch beschäftigen sich sechs Beiträge mit diesen Entwicklungen anhand verschiedener Themenbereiche wie beispielsweise Mobbing, Messies oder Schmerz.


Pasqualina Perrig-Chiello, François Höpflinger, Christian Suter
unter Mitarbeit von Philippe Wanner und Stephan Wolf

Generationen - Strukturen und Beziehungen

Generationenbericht Schweiz
2008, 432 Seiten

ISBN 978-3-03777-063-4

SFr. 58.—/Euro 38.50

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Generationenbeziehungen berühren alle Phasen des Lebens, von der Geburt bis zum Lebensende, und das Verhältnis von Jung und Alt beeinflusst alle Lebensbereiche, von Alltagskontakten bis hin zu Kultur, Wirtschaft und Politik. Der erste Generationenbericht der Schweiz - ausgehend von Forschungsresultaten aus dem Nationalen Forschungsprogramm 52‚ Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen' - vermittelt eine umfassende Darstellung neuer Trends zu familialen und ausserfamilialen Generationenbeziehungen. Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen unterliegt das Verhältnis zwischen Generationen einem raschen Wandel. Dies berührt die Beziehungen zwischen Kindern, Eltern und Grosseltern als auch sozialpolitische Regelungen, politische Diskurse und wirtschaftliche Verhältnisse. Generationenbeziehungen und intergenerationelle Aktivitäten haben sich nach sorgfältiger Analyse vielfach positiver entwickelt als dies Diskussionen über aktuelle Generationenkonflikte vermuten lassen. Der Generationenbericht korrigiert viele populäre Vorstellungen über den Zusammenbruch der Generationensolidarität.


Monica Budowski und Michael Nollert (Hrsg.)

Soziale Gerechtigkeiten

2008, 272 Seiten

ISBN 978-3-03777-051-1

SFr. 45.—/Euro 30.—

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Beim Begriff «soziale Gerechtigkeit» scheiden sich die Geister. Während viele PolitikerInnen gerechte soziale Verhältnisse fordern und sich SozialwissenschaftlerInnen überlegen, was «Gerechtigkeit» beinhaltet, bezeichnen kritische Stimmen diesen Begriff als inhaltsleeres Schlagwort, das sich bestenfalls als Instrument im politischen Kampf eignet. Der vorliegende Sammelband dokumentiert, dass die Debatte über soziale Gerechtigkeit in der Tat viele Facetten aufweist. Die Beiträge von elf WissenschaftlerInnen aus drei Ländern und unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen decken ein breites Spektrum an Perspektiven auf das Thema «soziale Gerechtigkeit» ab. Dabei zeigt sich zum einen, dass sich diese Thematik am besten erschliessen lässt, wenn sie aus unterschiedlichen disziplinären und nationalen Blickwinkeln beleuchtet wird. Zum andern wird deutlich, dass es nicht eine, sondern verschiedene Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit gibt, und diese Gerechtigkeitsvorstellungen die Wahrnehmung und das Handeln individueller und kollektiver Akteure beeinflussen. In diesem Sinne verweist der Titel des ersten Buches in der Reihe «Differenzen», Soziale Gerechtigkeiten, auf die Pluralität von Perspektiven und Definitionen sowie auf die Differenzierung zwischen Verteilungs- und Anerkennungsaspekten.