ISBN 978-3-03777-155-6
268 Seiten
2016
Format 15.5 x 22.5 cm

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Arbeits(un)fähigkeit herstellen

Arbeitsintegration von gesundheitlich eingeschränkten Erwerbslosen aus ethnografischer Perspektive

Martina Koch

Wie in den meisten entwickelten Ländern ist auch in der Schweiz zu beobachten, dass zunehmend Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und "Behinderungen" aktiviert und beruflich integriert werden sollen. Die immer stärker vorgetragene politische Forderung, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen beruflich einzugliedern, stellt die einschlägigen Institutionen und Fachkräfte vor grosse Herausforderungen.

In der Folge vervielfältigen sich entsprechende Praktiken, während die Instrumente und Methoden zur Feststellung von Arbeits(un)fähigkeit verfeinert werden.
Anhand einer Ethnografie in zwei kantonalen Arbeitsintegrationsagenturen geht diese Studie der Frage nach, wie die untersuchten Organisationen die Arbeits(un)fähigkeit ihrer Klientinnen konstruieren und bearbeiten. Im Fokus stehen die organisationalen Problematisierungs- und Bearbeitungsstrategien und dahinterstehende Logiken.

Autoren/Herausgeber

Martina Koch, Dr. rer. soc., promovierte an der Universität St. Gallen. Sie ist Soziologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), wo sie in den Bereichen Sozialstaat und Sozialpolitik, Erwerbslosigkeit und Arbeitsintegration sowie Diversität in der öffentlichen Verwaltung forscht.

Rezension

«Martina Koch leistet eine differenzierte Mikroanalyse, die viele systembedingte Logiken und Praktiken im Sozialsystem aufdeckt – inklusive der Sollbruchstellen.»

Rezension auf socialnet.de von Antje Ginnold (05.04.2017)

«Mit ihrer Dissertation liefert Martina Koch eine aktuelle und umfangreiche Analyse des Themendreicks Arbeit, Gesundheit und Sozialstaat.»

Rezension erschienen in der Schweizerischen Zeitschrift für Soziologe von Luca Preite (Ausgabe 43-1, 2017)