ISBN 978-3-908239-87-1
151 Seiten
2001
Format 15.5 x 22.5 cm
Broschiert

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Traumatisierungen von Flüchtlingen und Asyl Suchenden

Einfluss des politischen, sozialen und medizinischen Kontextes

Catherine Moser, Doris Nyfeler, Martine Verwey (Hrsg.)

Der vorliegende Sammelband ist dem hoch aktuellen Thema «Traumatisierungen von Flüchtlingen und Asyl Suchenden» gewidmet, in dem trotz intensiver Auseinandersetzung in verschiedenen Disziplinen grosser Handlungsbedarf besteht. Die Publikation vereint in einzigartiger Weise Beiträge, die von einem ganzheitlichen, multidimensionalen Ansatz ausgehend die komplexen, interdependenten Folgen von Folter, Krieg und organisierter Gewalt zu integrieren vermögen. Die Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis zeigen einerseits die zentralen Dimensionen des aktuellen Diskurses zu Traumatisierung auf und machen andererseits deutlich, wie sich Theorie und Praxis ergänzen und wie konstruktiv und innovativ theoretische Konzepte in der Praxis umgesetzt werden können. Die theoretisch geleiteten Beiträge skizzieren einen begrifflichen und konzeptionellen Rahmen, der zu einem dynamischen, prozesshaften und kontextbezogenen Verständnis von Traumatisierung führt, und in dem therapeutisches Arbeiten nicht eingeschränkt auf den klassischen therapeutischen, sondern erweitert auf den gesamtgesellschaftlichen Raum betrachtet wird. Die praxisbezogenen Beiträge verdeutlichen die soziokulturellen, politischen und migrationsspezifischen Dimensionen einer Traumatisierung und zeigen konkrete Wege des gegenseitigen Verstehens, des Aufbaus von unterstützenden und therapeutischen Strukturen und des Einbezugs von individuellen und kollektiven Ressourcen der Betroffenen auf. So bietet die Lektüre Angehörigen aller Disziplinen, die in ihrer Arbeit mit Flüchtlingen und Asyl Suchenden mit Extremtraumatisierungen konfrontiert sind, einen theoretischen Hintergrund und gleichzeitig Beiträge von hoher praktisch-klinischer, therapeutischer und betreuerischer Relevanz.

Autoren/Herausgeber

Die Autorinnen und Autoren aus den Gebieten der Psychologie, Medizin und Ethnologie verfügen über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Extremtraumatisierten in verschiedenen Kontexten. Die Herausgeberinnen des vorliegenden Bandes arbeiten seit mehreren Jahren in verschiedenen Institutionen und Projekten zum Thema Folter, Krieg, organisierte Gewalt und Trauma aus medizinethnologischer Sicht. Sie gehören dem Vorstand der Interdisziplinären Kommission für Medizinethnologie (IKME) an.