1

ISBN 978-3-03777-252-2
332 Seiten
2022
Format 15.5 cm x 22.5 cm

In den Warenkorb

SFr. 38.00 / € 33.00

Un/doing Race

Rassifizierung in der Schweiz

Jovita dos Santos Pinto, Pamela Ohene-Nyako, Mélanie-Evely Pétrémont, Anne Lavanchy, Barbara Lüthi, Patricia Purtschert, Damir Skenderovic (Hrsg.)

Welche Bedeutung haben Race, Rassifizierungen und Rassismus in der Schweiz und wie hängen sie mit dem kolonialen Erbe der Schweiz zusammen? Wie hat sich der Umgang mit Rassismus historisch verändert? Welche Rolle spielt dabei der antirassistische Aktivismus, gerade auch von Schwarzen Menschen und People of Color? Anhand der Erörterung solcher Fragen zeigt der Band auf, wie Rassismus in den Strukturen moderner Gesellschaften verwurzelt ist.
Wie die Beiträge verdeutlichen, sind auch für die Schweiz struktureller und Alltagsrassismus in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen festzustellen. Zum einen bietet der vorliegende Band Begrifflichkeiten und Ansätze an, um Prozesse und Mechanismen der Rassifizierung zu erfassen. Zum anderen trägt er zum Austausch und zur Zirkulation von Wissen bei, um rassifizierte Ordnungen untersuchen zu können. Das Buch schafft somit Grundlagen für eine kritische wissenschaftliche Reflexion über Rassismus und die Verwendung der Analysekategorie Race in der Schweiz.

Autoren/Herausgeber

Jovita dos Santos Pinto ist Doktorandin am IZFG der Universität Bern. Anhand Schwarz-feministischer Theorie untersucht sie dominante postkoloniale Öffentlichkeitsformationen in der Schweiz.

Pamela Ohene-Nyako ist Doktorandin in Zeitgeschichte an der Universität Genf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die afrodeszendente Diaspora und Schwarze Mobilisierungen in Europa.

Mélanie-Evely Pétrémont ist Doktorandin der Geographie an der Universität Genf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Performances, der Humor und die Antirassismen Schwarzer Menschen im postkolonialen Europa.

Anne Lavanchy ist Anthropologin und Professorin für Sozialarbeit an der HES-SO Genf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind strukturelle Diskriminierung, Rassifizierung und Gender.

Barbara Lüthi ist Assistenzprofessorin für Geschichte an der Universität zu Köln und arbeitet zur Migrationsgeschichte, Soziale Bewegungen, Geschichte der Gewalt, Postcolonial Studies, Transnationale und Globalgeschichte.

Patricia Purtschert ist Philosophin, Professorin für Geschlechterforschung und Co-Leiterin des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung der Universität Bern.

Damir Skenderovic ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Fribourg. Er forscht zu Rechtspopulismus, Neue Rechte, Migrationsgeschichte und Gegenkulturen.

Mit Beiträgen von Viviane Cretton, Jovita dos Santos Pinto, Pascal Germann, Jana Häberlein, Rohit Jain, Faten Khazaei, Anne Lavanchy, Barbara Lüthi, Noémi Michel, Pamela Ohene-Nyako, Mélanie-Evely Pétrémont, Tino Plümecke, Patricia Purtschert, Damir Skenderovic, Christina Späti, Katharina Schramm, Claudia Wilopo.

Endorsements

« Ein unschätzbarer Beitrag zur längst überfälligen Auseinandersetzung mit Schweizer Rassifizierungsprozessen und der ebenso langen Geschichte des antirassistischen Widerstands. »

Fatima El-Tayeb

« This innovative book, focused on Switzerland, contributes immeasurably to scholarly analyses of racist structures, mechanisms, practices and representations. »

Paola Bacchetta

« L’ambition de cet ouvrage est de faire exister, en Suisse aussi, les études critiques de la race, si nécessaires pour comprendre notre monde et contribuer à le changer. »

Éric Fassin